Tipps zur Tankrestauration

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jce
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Tipps zur Tankrestauration

Beitrag von jce »

Servus liebe Arnoldfreunde,

nach meinem Beitrag https://arnoldfreunde-forum.de/viewtopic.php?t=3164 hat sich nun herausgestellt, dass, wie einige schon vermutet haben, Dreck im Tank - unter anderem - die Ursache für die fehlende Motorleistung und das Absterben des Motors war. Nun werden gerade Glühkerzen, Einspritzdüsen, Kraftstoffleitung, Filter, etc. erneuert.

Der Tank ist schon ausgebaut und da er außen schon recht viel Flugrost hat und innen ziemlich verschlackt ist würde ich ihn gerne generalüberholen.

Folgende Vorgehensweise plane ich (hierzu bitte ich um Feedback, ob das so Sinn macht):
  • Tank mit Hochdruckreiniger ausspritzen
  • Tank mit Reiniger befüllen und schwenken (auf Betonmischer, wie hier im Forum beschrieben) -> Gibt es Empfehlungen für bezahlbare Reinigungsmittel?
  • Wieder Ausspritzen
  • Mit Muttern und Zitronensäure (10kg auf 100L) füllen
  • Über mehrere Stunden schwenken (wieder Betonmischer)
  • Wieder Ausspritzen
  • Trocknen (in der Sauna?)
  • Tanköffnungen versiegeln
  • Abschleifen außen
Danke im Voraus und viele Grüße,
Julian
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peterb
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Re: Tipps zur Tankrestauration

Beitrag von peterb »

Hallo Julian,

ich weiß, z.B. nicht welche Tankgrösse Du hast, aber grundsätzlich ist bisher nur die Überholung eines 120l-Tanks sinnvoll. Für Tanks in Originalgrösse gibt es noch Ersatz. Z.B. in der Bucht:
https://www.ebay.de/sch/i.html?_nkw=tan ... m570.l1313
Bei einem solchen ist es zudem einfach möglich auch den Einfüllstutzen abzuändern....

Ansonsten gerne bei mir direkt melden.

Viele Grüsse

Peter

P.S.: Tank wegwerfen geht nicht, weil könnte immer wieder als Spender herhalten. In absehbarer Zeit könnte es mit der Ersatzteilversorgung schwieriger werden. Schliesslich feiert das Baumuster 601/T1 nächstes Jahr 50-jähriges. Wer hätte es gedacht :-)
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jce
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Re: Tipps zur Tankrestauration

Beitrag von jce »

Hallo Peter,

ich habe den großen 120L Tank:
WhatsApp Image 2026-06-23 at 21.38.42.jpeg
WhatsApp Image 2026-06-23 at 21.38.42.jpeg (176.53 KiB) 320 mal betrachtet
Mir würde ein kleinerer Tank auch ausreichen, aber ich denke die Überholung lässt sich mit überschaubarem Aufwand durchführen. Zumal der Tank innen rosttechnisch noch relativ gut aussieht. Etwas Flugrost in der oberen Hälfte, aber weitgehend blank.
Das Endoskopvideo von innen liegt mir leider noch nicht vor.

Viele Grüße
Julian
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peterb
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Re: Tipps zur Tankrestauration

Beitrag von peterb »

Hallo Julian,

das Thema hatte ich vergleichbar bei unserem 35er. Hab da jemanden der mir den Tank wieder gerichtet hat. Kann also helfen.
Bei Bedarf bitte melden.

Peter
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peterb
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Re: Tipps zur Tankrestauration / Ersatzteil Tank

Beitrag von peterb »

Hallo Arnoldfreunde,

hinsichtlich Ersatzteil Tank in Mercedes-Originalabmessungen für den T1 (207D, etc.) gibt es drei verschiedene Ausführungen, wobei nach aktueller Angebotslage im Zubehörmarkt nur noch 2 davon verfügbar sind:
- Ausführung für Kastenwagen. Die hat keinen Einfüllstutzen, sondern hinten unten einen Stutzen für den Anschluss des Einfüllstutzens mittels Schlauchverbindung.
- Ausführung für Pritsche. Die hat den Einfüllstutzen vorn seitlich. Passt üblicherweise bei Fahrzeugen von 77 bis 82, wo es noch keine GFK-Verkleidung/-Schürzen am Fahrzeug gab.
- Ausführung mit Einfüllstutzen hinten seitlich hinter der Trittstufe, die mittels Hebelmechanik von innen bedienbar ist. Das ist vermutlich die Ausführung wie MB sie für Doppelkabinen verwendet hat. Leider ist diese nicht mehr verfügbar, weil die täte überall passen.... Ersatzweise könnte die erste Ausführung Verwendung finden, aber da ist ggfls. eine gewisse Nacharbeit am vorderen Halter der Trittstufe von Nöten und vor allem muss der Ausschnitt in der Schürze vergrössert werden. Nicht schön aber durchaus machbar.

Abfrage über Ersatzteilkatalog MB konnte ich noch nicht machen, denn da gibt es mal wieder hinreichend Probleme...

Das für den Moment

Peter
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Re: Tipps zur Tankrestauration / Wartung und Instandhaltung

Beitrag von peterb »

Hallo Arnoldfreunde,

an dieser Stelle ein paar zusätzliche Informationen zu dem Tank auf dem Bild. Mit Julian hatte ich dazu schon telefoniert...

Bei dem abgebildeten Tank handelt es sich um ein Zubehörteil von KMC mit 125l Fassungsvermögen, dass an Stelle des Originaltanks mit den originalen Befestigungsteilen und Tankgebereinheit montiert wurde. Auf Grund der Tankgrösse sind darin 2 Schlingerschots eingebaut, d.h. der Tank hat 3 Kammern. Problematisch bei einer Restauration, denn nur die hintere Kammer ist durch den Einfüllstutzen visuell zu kontrollieren, sowie die mittlere Kammer durch die Öffnung vom Tankgeber. Die vordere Kammer ist dagegen nicht einsehbar... Und bei der gibt es regelmässig die grösseren Probleme mit Durchrostung. Ursache ist dazu der vordere Haltewinkel, wenn der nicht umlaufend zur Tankwand ordentlich abgedichtet ist. Zwischen dem Winkel und der vorderen Tankwand treibt dann der Rost sein Unwesen und die vordere Fläche wird wellig, wobei sich da Rostschichten aufbauen, die das bewirken. Am Ende ist dann die Tankwand durch... Da hilft dann nur ausbauen, trockenlegen und die Winkel abtrennen, Entrosten und schadhafte Stellen am Tank herausschneiden (dann kann man auch vorne visuell den Zustand prüfen) und neues Blech einschweissen. Für die spätere Lackierung des überholten Tanks hat sich übrigens Brantho Korrux 3in1 bewährt...

Was kann man noch tun? Wenn es nur um Verschmutzung geht, dann ist eine Innenreinigung angesagt. Bei "Dieselpest", o.ä. müssen dann chemische Mittel ran. Siehe hierzu auch auf der Webseite: http://www.arnoldfreunde.de/html/techni ... rzeug.html
Nicht zu unterschätzen ist das Thema Dieselfilter. Optimal wird es wenn der Siebfilter in der Entnahmeeinheit entfernt wird und ein zusätzlicher grosser Vorfilter in der Nähe vom Entnahmestutzen montiert wird, so wie es die Pöler machen. Da hat man Sichtkontrolle, kann leicht austauschen und es schützt die anderen Filter vor Verschmutzung. Mögliche Quellen siehe Webseite unter Links zu Motorentechnik: http://www.arnoldfreunde.de/html/links.html Vielfach werden diese von den gleichen Anbietern auch auf e b a y angeboten.

Dann zur Wartung, was offensichtlich immer noch nicht hinreichend bekannt ist: Den Tank sollte man regelmässig soweit wie man sich traut leer fahren. Vor längerer Einlagerung des Fahrzeugs den Tank immer komplett auffüllen. Nach heutigem Wissensstand mit HVO100, denn das hat keine Bioanteile, die einen entsprechenden Nährboden für Dieselpest bieten können. Warum 100% auffüllen? Diesel hat nur ein begrenztes Aufnahmevermögen von Wasser. Im Winter kann das dazu führen, dass der Tank immer wieder frische Luft bekommt (über Temperaturwechsel!) und die darin enthaltene Feuchtigkeit im Tank dann kondensiert. Folge am Ende sind Wasserpfützen am Tankboden und schon beginnt es zu rosten...
Frage natürlich: Wird der Tank von innen nach aussen durchrosten? Eher nicht, denn 2mm Wandstärke wollen erstmal durchrostet werden. Und dazu müssten sich sehr dicke Rostplacken bilden. Geht aber nicht wenn man entsprechend der vorgenannten Empfehlung für frischen Diesel sorgt.

Letztes Problem: So ein grosser Tank ist letztendlich ein "Geldspeicher". Bei aktuellem Dieselpreis können da schon dauerhaft 250€ drin stecken. Und der Diesel will frisch gehalten werden. Reichweite damit bis zu 1000km, d.h. Arni will gerne und regelmässig bewegt werden :-)

Peter
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