Hallo Arnoldfreunde,
an dieser Stelle ein paar zusätzliche Informationen zu dem Tank auf dem Bild. Mit Julian hatte ich dazu schon telefoniert...
Bei dem abgebildeten Tank handelt es sich um ein Zubehörteil von KMC mit 125l Fassungsvermögen, dass an Stelle des Originaltanks mit den originalen Befestigungsteilen und Tankgebereinheit montiert wurde. Auf Grund der Tankgrösse sind darin 2 Schlingerschots eingebaut, d.h. der Tank hat 3 Kammern. Problematisch bei einer Restauration, denn nur die hintere Kammer ist durch den Einfüllstutzen visuell zu kontrollieren, sowie die mittlere Kammer durch die Öffnung vom Tankgeber. Die vordere Kammer ist dagegen nicht einsehbar... Und bei der gibt es regelmässig die grösseren Probleme mit Durchrostung. Ursache ist dazu der vordere Haltewinkel, wenn der nicht umlaufend zur Tankwand ordentlich abgedichtet ist. Zwischen dem Winkel und der vorderen Tankwand treibt dann der Rost sein Unwesen und die vordere Fläche wird wellig, wobei sich da Rostschichten aufbauen, die das bewirken. Am Ende ist dann die Tankwand durch... Da hilft dann nur ausbauen, trockenlegen und die Winkel abtrennen, Entrosten und schadhafte Stellen am Tank herausschneiden (dann kann man auch vorne visuell den Zustand prüfen) und neues Blech einschweissen. Für die spätere Lackierung des überholten Tanks hat sich übrigens Brantho Korrux 3in1 bewährt...
Was kann man noch tun? Wenn es nur um Verschmutzung geht, dann ist eine Innenreinigung angesagt. Bei "Dieselpest", o.ä. müssen dann chemische Mittel ran. Siehe hierzu auch auf der Webseite:
http://www.arnoldfreunde.de/html/techni ... rzeug.html
Nicht zu unterschätzen ist das Thema Dieselfilter. Optimal wird es wenn der Siebfilter in der Entnahmeeinheit entfernt wird und ein zusätzlicher grosser Vorfilter in der Nähe vom Entnahmestutzen montiert wird, so wie es die Pöler machen. Da hat man Sichtkontrolle, kann leicht austauschen und es schützt die anderen Filter vor Verschmutzung. Mögliche Quellen siehe Webseite unter Links zu Motorentechnik:
http://www.arnoldfreunde.de/html/links.html Vielfach werden diese von den gleichen Anbietern auch auf e b a y angeboten.
Dann zur Wartung, was offensichtlich immer noch nicht hinreichend bekannt ist: Den Tank sollte man regelmässig soweit wie man sich traut leer fahren. Vor längerer Einlagerung des Fahrzeugs den Tank immer komplett auffüllen. Nach heutigem Wissensstand mit HVO100, denn das hat keine Bioanteile, die einen entsprechenden Nährboden für Dieselpest bieten können. Warum 100% auffüllen? Diesel hat nur ein begrenztes Aufnahmevermögen von Wasser. Im Winter kann das dazu führen, dass der Tank immer wieder frische Luft bekommt (über Temperaturwechsel!) und die darin enthaltene Feuchtigkeit im Tank dann kondensiert. Folge am Ende sind Wasserpfützen am Tankboden und schon beginnt es zu rosten...
Frage natürlich: Wird der Tank von innen nach aussen durchrosten? Eher nicht, denn 2mm Wandstärke wollen erstmal durchrostet werden. Und dazu müssten sich sehr dicke Rostplacken bilden. Geht aber nicht wenn man entsprechend der vorgenannten Empfehlung für frischen Diesel sorgt.
Letztes Problem: So ein grosser Tank ist letztendlich ein "Geldspeicher". Bei aktuellem Dieselpreis können da schon dauerhaft 250€ drin stecken. Und der Diesel will frisch gehalten werden. Reichweite damit bis zu 1000km, d.h. Arni will gerne und regelmässig bewegt werden
Peter